Ratgeber zur Reiseapotheke

Manchmal sind es nur Kopfschmerzen oder eine kleine Erkältung. Manchmal sind es auch Dinge wie Schürfwunden oder kleinere Verletzungen. Auch auf einer Reise bleibt einem dies oft leider nicht erspart.

Um so wichtiger ist es, auf solche Dinge vorbereitet zu sein und die passenden Medikamente parat zu haben. Denn nicht in jedem Urlaubsland kommt man immer schnell an die richtigen Mittel.

Doch: Was gehört alles in die Reiseapotheke? Und warum sollte man die Reiseapotheke aufteilen?

Die wichigsten Fragen zum Thema beantwortet Apothekerin Brigitte Hörsch, Mitarbeiterin der Rathausapotheke in der huma Sankt Augustin.

Woran muss man denken, wenn man eine Reiseapotheke packt?

Am wichtigsten sind die Arzneimittel, die man regelmäßig einnehmen muss. Also: rechtzeitig vor dem Urlaub vom Arzt die für die Urlaubszeit benötigte Menge (eher auch etwas mehr) verschreiben lassen und besorgen.

Zur Grundausstattung gehören außerdem Schmerz-und Fiebermittel, Medikamente gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit, gegen Venenbeschwerden und Vestopfung. Ferner ein Mittel zur Wunddesinfektion und Verbandmaterial, z.B. Pflasterstrips, Kompressen und Mullbinden.

Mitnehmen sollte man auch ein Fieberthermometer, Allergiemittel und Medikamente gegen Beschwerden, zu denen man besonders neigt, z.B. Erkältung, Fusspilz, Lippenherpes, Sodbrennen oder ähnliche kleine Beschwerden.

Beeinflusst die Art des Urlaubs die Ausstattung der Reiseapotheke?

Für einen Aktivurlaub sind andere Medikamente notwendig als für die Entspannung am Strand. Aktive sollten sich mit Medikamenten gegen Prellungen und Zerrungen oder Reiseübelkeit ausstatten. Für Strandurlauber sind eher Sonnenschutzmittel und insektenabwehrende Mittel – sogenannte Repellentien – wichtig.
Beim Abstimmen der Reiseapotheke kann am besten das Apothekenteam weiterhelfen.

Wo und wie transportiert man die Medikamente?

Bei Flugreisen ist Aufteilen auf das eingecheckte und Handgepäck sinnvoll. Geht mal ein Gepäckstück verloren, steht man nicht ganz ohne Medikamente da. Außerdem sollten sie wasserdicht und temperaturgeschützt verpackt sein, z.B. in einer isolierten Kunststofftasche aus der Apotheke.

Kann ich in die Reiseapotheke auch weniger einpacken und mich erst am Urlaubsort mit dem Nötigsten versorgen?

Gerade bei einem Auslandsaufenthalt sollte lieber alles vorab besorgt werden. Nicht in jedem Land sind die medizinische Versorgung und die Arzneimittelqualität vergleichbar mit der in Deutschland. Außerdem kann man so die Medikamente mitnehmen, die sich bei einem bewährt haben und die man verträgt. Auch birgt es Risiken, spezielle Medikamente in Fremdsprachen zu bestellen und dann deren Beipackzettel gegebenenfalls nicht umfassend verstehen zu können.

Mit diesen Tipps kann gut gewappnet, hoffentlich unbeschwert und gesund der nächste Urlaub kommen. Bei allen offenen Fragen wendet euch gerne an das Team der Rathausapotheke in der huma.

Datum
26.08.2016

 
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